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Leider haben wir in diesem Frühjahr ein Brassensterben

 

Wie vielen Mirgliedern und Spaziergängern bereits aufgefallen ist, haben wir seit ungefähr Anfang Mai eine größere Anzahl von toten Fischen im See Handorf 1 (H1) zu verzeichnen.

Bei diesen Fischen handelt es sich um Brassen und dabei leider zu allem Überfluß um 99% weibliche, ausgewachsene Brassen (Rogner), die teilweise noch enorme Mengen Rogen trugen. Bei ca. 1% handelt es sich um im Laichkleid stehenden Männchen (Milchner). Um eine Verunreinigung des Gewässers und kein zusätzliches Ungeziefer anzulocken, haben in den letzten beiden Wochen regelmäßig Sammeltrupps die Kadaver entsorgt. Allein der bei diesem Vorgang entgangene Nachwuchs ist unvorstellbar, abgesehen von den gesunden, kräftigen Rognern. bis jetzt wurden rund 70 tote Fische eingesammelt (alle über 50cm)Brassen 2020

Wir haben uns mit Herrn Dr. Thomas Klefoth (AV Niedersachsen/Verbandsbiologe) in Verbindung gesetzt und die Vorgänge erläutert sowie analysiert. Alle Fische wiesen nur post mortem aufgetretene Verletzungen auf, eine Krankheit kommt akut nicht in Betracht.

Das Phänomen eines Fischsterbens im Frühjahr - von dem insbesondere größere Brassen betroffen sind – wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten auch in anderen niedersächsischen Seen (z.B. Steinhuder Meer) regelmäßig von den Fischern beobachtet und wird auf den Stress sowie Verletzungen der Tiere während des Laichzeit zurückgeführt. Der oft zeitgleiche sprunghafte Anstieg der Wassertemperatur im Wasserkörper von Flachseen scheint die großen Brassen dabei zusätzlich zu schwächen.

 Verfügt der beginnende Frühling in der ersten Woche über eine unüblich warme Woche, setzt bei den Brassen verfrüht der biologische Laichtrieb ein. Die Fische stellen sich auf Nachwuchs um und beginnen (insb. die Rogner) sich energiereich zu ernähren, um den Energiehaushalt zu decken. 

Dann fallen die Temperaturen aber wieder abrupt auf niedrige Werte, das Wasser bleibt kühl und das Wachstum der Algen etc. stagniert bzw. wird zurückgefahren. Die nun vorhandenen Nahrungsmengen reichen neben den anderen grundelnden Fischen für Brassenrogner nicht mehr aus, sie werden zusehend schwächer. Im schlimmsten Fall finden die Fische noch Nahrungsersatz am Grund wie z.B. Blaualgen aus dem vorhergehenden Herbst, die aber toxisch sind und zusätzlich zuir Schwächung beitragen. 

 

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